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 Die Rolle der Frau in den 50er Jahren im Spiegel zeitgenössischer Printmedien / Mode der 50er Jahre


 

                             

"Zwischen Morgen und Abend...5 x gut angezogen! Der Wunsch jeder Frau"

C&A Reklame-Heftchen, um 1953

 

So ist frau passend gekleidet beim Hausputz: "Flottes Schottenkleid mit kleinem Pikee-Überkragen und weitfallendem Rock"

 

Danach geht es dann zum Einkauf  mit einem "reizenden Jerseykleid, gefällig in seiner modischen Linie"

 

                        

"Vornehmes Nachmittagskleid - durch seinen besonderen Schnitt auch für große Weiten sehr kleidsam - aus wertvollem Reyonkrepp"

 

Am frühen Abend tut's ein "elegantes zweiteiliges Kleid aus reiner Wolle - Importware - mit reicher, farblich fein abgestimmter Samtverarbeitung, Rock rückseitig mit Gehfalte - ein Kleid für viele Gelegenheiten."

 

"Anmutig und beschwingt ist dieses festliche Kleid mit abnehmbarem Bolero. Die wirkungsvolle Samt- und Spitzengarnierung bringt das reizvolle Farbspiel des changierenden Taftes besonders zur Geltung."


 

                  

 

 

 

Als nach dem Krieg die Textilfabriken wieder in größerem Umfang die Produktion aufnehmen, setzt ein immenses modisches Nachholbefürfnis ein und im Jahr 1950 gibt die deutsche Durchschnittsfamilie 13,5 Prozent ihres Einkommens für Textilien aus. Die Entwürfe französischer Modeschöpfer, allen voran Christian Dior, bilden das Maß der Dinge, doch nur wenige Wohlhabende können sich seine Modellkleider der Haute Couture auch leisten. Erschwinglicher hingegen ist nach Diors Schnitten produzierte Massenware. Mit seinem durch glockenförmige wadenlange Röcke aus fließenden Stoffen und eine miedergeformte “Wespentaille" geprägten "New Look" trifft er den Nerv der Zeit und den Geschmack der Frauen, die das Trümmerfrauen-Aussehen leid sind. Zwar werden auch kritische Stimmen laut, die von Stoffverschwendung und einem "französischen Modediktat" sprechen, "das die um Gleichberechtigung kämpfende Frau zum hilflosen Geschöpf mit Stöckelschuhen degradiere", letztendlich bestimmt der "New Look" aber maßgeblich die Mode der 50er Jahr. "Die Zeit ist schnell der sachlichen Kameradschaft zwischen den Geschlechtern müde geworden", beschreibt die Zeitschrift Film und Frau 1949 diesen Trend, "Der Frau wird jede Tüchtigkeit im praktischen Leben zuerkannt, aber die Erschließung aller Berufe macht sie nicht glücklicher. Der Krieg als Ausnahme- und Übergangsstadium ist nun vorüber. Was vor ihm begann, die Selbstbesinnung der Frau auf ihre Weiblichkeit, wird jetzt fortgesetzt...dabei hilft "ein letzter Schrei" aus Paris."

 

                

 

 

 


 

 

 

1957


Zeitgeist pur! Anschauen lohnt sich!

 


Tolles zeitgenössisches Karten-Quartett der Firma C & A, das mit seinen reizvollen Abbildungen und Texten im Stil der Zeit nicht nur Auskunft über neue Mode gibt, sondern auch zeigt, was man in den frühen 50ern im Alltag und in der Freitzeit trug. Für mich persönlich eines der schönsten und zugleich aussagekräftigsten Zeitzeugnisse zum Thema "Mode der 50er Jahre".

 

Der Ast, der bricht - der Klaus. der fällt - Die C & A-Bux aber hält / Ist Bärbels Morgenrock nicht prächtig? Von C & A! - Sie freut sich mächtig. / Das C & A-Kleid für zu Haus Ist praktisch - und es sieht gut aus. / Den Lumberjack, den Vater schätzt, von C & A, den trägt er jetzt.

 

Klaus spiel heute C & A-Quartett -  Gut sitzt sein C & A-Jackett. / Ein C & A-Kleid, ganz aus Seide - Ist Bärbels große Sonntagsfreude / Mama sagt: Sonntags muss man fein - Und C & A-gekleidet sein. / Sonntagsbesuch für Papa! Der Herr kauft auch bei C & A. 

 

Den formtreu (der die Form behält) - Hat C & A für wenig Geld. / formtreu-Einlagen sind elastisch, drum sitzt der formtreu so phantastisch. / Den formtreu trägt man, dass Ihr's wisst - Weil formtreu was Besondres ist. / formtreu-Einlagen sind "lebendig", drum ist der formtreu formbeständig.

 

Klaus hat Geburtstag. - Was gibt's da? 'nen nagelneuen "C & A". / Die Bärbel, die geht heut zum Balle - ihr C & A-Kleid loben alle. / Die Mutter trägt zur Festlichkeit - von C & A ihr Cocktail-Kleid. / Wenn's festlich ist, dann zieht Papa - den "Dunklen" an von C & A.

 

Pullover sind auch für die Knaben - Preiswert bei C & A zu haben. / Die Schals bei C & A sind prächtig - Die Bärbel sagt: den grünen möcht' ich. / Ist Mutters Bluse nicht sehr nett? Von C & A - aus Crèpe Georgette! / Die Oberhemden kauft Papa - Wie alles - nur bei C & A.

 

Klaus meint: Im Kopf, da braucht man Grütze - Und drauf von C & A die Mütze. / Das Spiegelbild zur Bärbel spricht: Dein C & A-Hut - ein Gedicht! / Zum Kleide passend trägt Mama - Die Kappe gern von C & A. / Papa steht gut "behütet" da - Sein Hut ist auch von C & A.

 

Ins Ferienlager geht der Klaus - Die C & A-Bux hält was aus. / Die Reise Bärbels geht ans Meer - Ihr C & A-Kleid macht was her. / Die Mutter trägt ihr Lieblingskleid - Von C & A zur Reisezeit. / Zur Fahrt trägt Vati immer schon - Die C & A-Kombination.

 

Ein C & A-Cape hat der Klaus - Ihm macht der Regen garnichts aus. / Von C & A ein Dirndl-Kleid - trägt Bärbel gern zur Reisezeit. / Die Mutti kann, wenn's warm und schön - Im Sommer-C & A-Kleid gehn. / Der Wettermantel gegen Regen - Von C & A kommt stets gelegen.

 

Der Klaus hat's warm, der Klaus kann lachen - Von C & A sind seine Sachen. / Die Bärbel auf der Rodelbahn - Hat ihren C & A-Dress an. / Der Wintermantel, Muttis Schwarm - Von C & A ist schick und warm. / Den Wintermantel, der gefällt - Hat C & A für wenig Geld.

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