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www.25-Jahre-Mauerfall.de


 

 

Oben zu sehen ist mein ganz persönlicher Beitrag zum "Mauerfall". Zugegeben nicht wirklich beeindruckend, aber immerhin... Die Brocken, bzw. wohl eher "Bröckchen", stammen aus dem Mauerstück direkt hinter dem Reichstag. Hammer und Meißel hatte ich mir zuvor, jeweils für 'ne Mark, extra zu diesem Zweck auf dem Trödel am Reichpietschufer - dem heutigen Potsdamer Platz Gelände - gekauft.

Meine sonstigen Bezugspunkte: Geboren 1961, im Jahr des Mauerbaus, mit Tante Magda eine Verwandte in der DDR, die regelmäßig ihr Päckchen "nach drüben" geschickt bekam und als häufiger Berlin-Besucher Zeuge, wie sich die Stadt nach dem "Mauerfall" verändert hat.


 

"Die DDR entschärft die Lage"

"Daß unsere Maßnahmen" (der Mauerbau) "der Sicherung des Friedens dienen und der Stärkung der Friedenskräfte, wird von Tag zu Tag mehr bestätigt."

"Auf  der westlichen Seite des Brandenburger Tors stehen die bewaffneten Kräfte der DDR und sichern die Republik gegen das Rattennest Westberlin ab."

"...Damit ist auch klar, daß die Verschärfung von der Frontstadt ausging, daß Brandt der Scharfmacher ist, daß die Menschenschleuse Westberlin die Lage vergiftet hat. Nachdem wir diese Falle zugemacht haben, ist eine allgemeine Erleichterung da, bei uns und in der ganzen Welt."

aus: "Der Agitator" - "Schriftenreihe zu Fragen der Agitationsarbeit der Partei", Herausgeber: Sozialistische Einheitspartei Deutschlands

 


 Warum nun diese Seite? Als "50er-70er-Jahre-Spielzeug-Design-Alltagskultur-und-alles-mögliche-Sammler" habe ich mich in den letzten Jahren zunehmend für die DDR-Vergangenheit zu interessieren begonnen. Insbesondere Vergleiche der jeweiligen "Alltagskultur" in Deuschland-West und Deutschland-Ost haben sich dabei förmlich aufgedrängt. Darum möchte ich das bevorstehende Jubiläum zum Anlass nehmen, eine spezielle "DDR-Seite" zu erstellen.

 

 

 

Wie diese Seite letzlich im Jahr 2014 aussehen wird, weiß ich noch nicht. Vorerst landen Besucher der Adresse "www.25-jahre-mauerfall.de" aus logistischen Gründen deshalb noch hier in meinem "virtuellen Wirtschaftswundermuseum". Anregungen, Ideen oder auch Kooperationsvorschläge sind mir auf jeden Fall willkommen.(KONTAKT). Erstmal gibt es Links auf verschiedene DDR-Objekte meiner Sammlung:


    DDR-Versandhauskataloge


         DDR-Spielzeug 


    PLASTE


         DDR-Wohnkultur


Bildmaterial aus meinem Archiv zu den verschiedensten DDR-Themen gibt es über die linke Menüleiste: "Bilder 50er Jahre" anklicken und Jahreszahl auswählen. Im sich öffnenden Untermenü "DDR" auswählen.


Ausstellung:

Deutsch-deutsche Spielzeugwelten

 

 

9.Juli - 11.Oktober 2010

Museum Schloss Wilhelmsburg  - Schmalkalden / Thüringen

Pressestimmen

Ausstellungsinfo

 weitere Ausleihanfragen willkommen!


  

"wenn einer eine Reise tut..."

Ratschläge / Verhaltensregeln für in die Bundesrepublik reisende DDR-Bürger (1957):

"Sie haben soeben Ihre Personalbescheinigung für eine Reise in die Bundesrepublik abgeholt und werden wahrscheinlich mit Reisevorbereitungen beschäftigt sein. Darf ich Sie trotzdem für einige Minuten um Ihre Aufmerksamkeit bitten?

Sie reisen aus privaten Gründen, und doch hat Ihre Reise einen politischen Charakter. Sie reisen innerhalb Deutschlands und überschreiten dabei eine Grenze, die vor zwölf Jahren noch nicht vorhanden war, heute aber zwei deutsche Staaten voneinander trennt, die - wirtschaftlich und politisch stark voneinander unterschieden - nicht einmal diplomatische Beziehungen zueinander unterhalten. (...)

Das deutsche Wirtschaftswunder

Ich weiß selbstverständlich nicht, ob Sie zum ersten oder wiederholten Male in die Bundesrepublik reisen. Aber wie auch immer: der erste Eindruck ist oft bestechend. Die reiche Fülle des Warenangebots, der brausende Verkehr schwerster Fernlaster, nickelfunkelnder Straßenkreuzer und unzähliger modernster Kleinstwagen, der Lichterglanz abendlicher Großstadtstraßen, das elegante Publikum in den Bars, Hotels und Restaurants - es ist trotz des verlorenen Krieges alles und noch mehr "wieder da". Dabei übersieht man in der ersten Begeisterung nur allzuleicht, daß auch die alten Herren wieder da sind, die Krupp und Flick, die Speidel und die Heusinger, die Schröder und die Globke, die uns in die Katastrophe des zweiten Weltkrieges gestürzt haben und wieder fleißig an neuen Straßen in den Krieg bauen. Aber vielleicht interessiert Sie diese Seite des Wirtschaftswunders auch gar nicht, denn Sie reisen ja "privat".

Aber auch als Privatreisender kommen Sie bald dahinter, dass nicht alles Gold ist, was glänzt, und daß es hinter den glänzenden Fassaden noch viele Trümmer und viel Elend gibt. Aber auch, wenn Sie nicht hinter die Fassaden gucken: Die Preise werden Ihnen bald den Atem verschlagen, wenn sie gewiß auch auf manches stoßen werden, was in der Bundesrepublik billiger und vor allem leichter zu haben ist als bei uns. (...) Sie werden bald merken, wie schwer der westdeutsche Normalverdiener arbeiten muß, wenn er sein bescheidenes Teil vom großen Kuchen abhaben will. Machen Sie nur die Augen auf, so weit Sie können, und lernen Sie, ein wenig in die Tiefe zu sehen."

"Sie brauchen sich der Deutschen Demokratischen Republik nicht zu schämen, wenn Sie nun in den "goldenen Westen" reisen. Das wäre eine verdrehte Welt, in der sich redliche Arbeiter vor Neureichen schämen müßten, nur weil sie derbere Schuhe tragen und nicht nach Italien, Frankreich oder Spanien reisen können!"


"Nicht nachlassen! Halte Verbindung nach Drüben!" - Beilage in einer bundesdeutschen Illustrierten von 1967

www.wirtschaftswundermuseum.de