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 Aufklärung in den 50er und 60er Jahren / Sittengeschichte der 1950er Jahre


 

Aufklärung in den 50er Jahren: "Des kleinen Samenfadens wundersame Reise - Eine Bilder- und Lesefibel für Eheleute und solche, die er werden wollen." (1956)

 

 

Stimmt in unserer Ehe alles?

 

Die ersten Beate Uhse Kataloge des 1951 gegründeten Versandhauses (Hier: "Stimmt in unserer Ehe alles?") haben neben den einschlägigen Angeboten für "Hygieneartikel" jede Menge sachliche Informationen zum zwischenmenschlichen Miteinander auf sexueller Ebene zu bieten. Der Beitrag dieser Broschüren zur "Aufklärung der Nation" ist sicherlich nicht zu unterschätzen.

 

 

 

   

 

"Ärzte und Wissenschaftler

...haben viele Bücher geschrieben und Hilfsmittel geschaffen, die eine Ehe vervollkommnen können. Wenn man aber auf diesem Gebiet aufrichtig und wirksam raten und helfen will, kommt man über eine offene Behandlung der Dinge nicht herum."

 

 

 

 

"...sie sind glücklich!"

"Ich wunderte mich, daß selbst viele hochgebildete Menschen über das Sexualgebiet so wenig Bescheid wußten. (...) Mußte man nicht allen ratsuchenden Menschen, die da an mich schrieben, helfen, indem man offen und ohne falsche Scham die Dinge anpackte..."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Liebe Frau Beate!"

"Rat und Auskunft wünschen viele Kunden, die wir gerne erteilen, da die geschäftliche Seite bei uns immer zu Gunsten der beratenden und aufklärenden Arbeit zurücktritt."

 

 

 

 

 

 

"...glückliche Stunde"

"Dieses Heft ist erschienen für Kunden des bekannten Versandhauses für Ehehygiene: Beate Uhse, Flensburg, Wilhelmstraße 1a, Telefon 7934 (Ortskennzahl 0461). Die Zustellung dieser Informationsschrift erfolgt auf das ausdrückliche persönliche Verlangen einer fortlaufenden Lieferung von Druckschriften und auf die schriftliche Bestätigung, daß der Empfänger älter als 18 Jahre ist." (1960)

 

 

 

 

 

 

 

"Liebe u. Schönheit

...und wie ein Mann darüber denkt" - Beate Uhse-Werbeheft für die "Mammoform-Kur bei Erschlaffung der Brust"

 

 


 

              

"Was ist nur mit Renate? - Das Notwendigste über zulässige Geburtenregelung"

  Beate Uhse, Flensburg - "Frau Müller will sich scheiden lassen? Die Frigidität  der Frau - Ursachen u. Überwindung" (1957)

 

"Mit Herrn Krüger stimmt was nicht!" - "Herr Krüger ist verzweifelt! Ja, es sieht leider ganz so aus. Bis vor kurzem hat er immer und überall seinen Mann gestanden. In seinem Beruf ist er mit vorbildlichem Fleiß und zähem Einsatz stets vorangekommen, und auch seinen allgemeinen Interessen konnte er Zeit und Kraft zuwenden, ohne daß es ihm je zu viel geworden ist. - Natürlich ist auch seine Familie nicht zu kurz gekommen, so daß er in den Augen seiner glücklichen Frau der in jeder Beziehung ideale Gatte und seinen Kindern stets der beste Vater und Freund war. - Nun ist aber plötzlich alles ganz anders geworden, und das kam eigentlich so: Vor wenigen Wochen hat er, der kräftige und sportliche Mann, zum ersten Mal im vertrauten Beisammensein mit seiner Gattin als Liebhaber versagt!"

 


                                        

"Ehehygiene"-Artikel: Beate Uhse Kataloge der 60er und 70er Jahre

 

"Glücklich - ein Leben lang", 1967

 

"Leute von heute kaufen bei Beate Uhse"


 

Aufklärung für Erwachsene in den 50er Jahren: "Das Spiel mit der Liebe",  ein Buch, das "durch die Freizügigkeit seiner bildlichen Darstellungen und durch die Offenheit des Textes" überrascht". Zeittypische Themenbeispiele: "Die jungfräuliche Braut als Petting-Partnerin - Das Spiel mit der Liebe und ihre Befriedigung - Männliche Sexualwünsche - Das entartete Liebesleben"


 

 

 "Intimstes vom Intimen"

"Ratschläge für Frauen in der Liebe": Die Hälfte des Vergnügens beim Liebesakt liegt für den Mann in der Bezauberung der Frau (...) Wenn sie aus irgendeinem Grunde kein Vergnügen während der Umarmung verspürt, so sollte sie es ihn nicht wissen lassen. Eine Frau handelt richtig, wenn sie vorgibt, einen großen Genuß gehabt zu haben durch die Anstrengungen des Mannes. Es macht ihn sehr glücklich, zu denken, daß er ihr außerordentliches Vergnügen bereitet habe. Sie kann dem Ehemann leicht vortäuschen, daß sie sich auf dem Höhepunkt befindet, indem sie ihn wie wahnsinnig an sich preßt, ihre Lippen auf die seinen drückt und leidenschaftliche Zärtlichkeiten während des Höhepunktes im Liebesakt stammelt." - "Es ist allgemein bekannt, dass eine Frau sehr oft Verkehr haben kann, ohne Schaden zu nehmen. Es ist geistig und körperlich am vorteilhaftesten für sie, wenn sie mit mäßiger Häufigkeit Befriedigung sucht." - Dr. med. Rainer - Intimstes vom Intimen, Privatdruck, gedruckt in West-Berlin, um 1950 

 

 

 

 

 

"Liebesparadies" - reizvoller Textvergleich aus dem Jahr 1930 zu dem darüber zu sehenden Buch: ..."ist es den meisten Männern unbekannt, wie sie ihre Frauen sexuell zu behandeln haben. Und so kann es leicht geschehen, daß die Ehe bereits in der Brautnacht durch sexuelle Mißgriffe seitens des Mannes Schiffbruch leidet. Durch brutales Vorgehen, Außerachtlassung des notwendigen Vorspiels, Unkenntnis der passendsten Lagen wird die junge Frau bitter enttäuscht. Nun jammert und klagt der Mann über die angebliche geschlechtliche Kälte seiner Frau, ohne zu bedenken, daß er diese Gefühlskälte selbst in ihr hervorgerufen hat." - aus: Liebesparadies - "Leitfaden der Liebe und Ehe - Geheimnis der Liebe ohne Folgen", Privatdruck (1930)

 

 

 

 

 

"Die idealste und vollkommenste Ehe"

"Nicht die soziale Stellung des Mannes, nicht der geschäftliche Erfolg im Leben, nicht das Erreichen eines hohen künstlerischen Namens ist das Primäre unseres Lebens. Die Ehe ist der Hochstand, die Ehe ist der Beweis der Kultur eines Volkes, einer Generation, eines Zeitabschnitts. - Und das sittliche und moralische Rückgrat ist stets und ständig die Frau." (...) "Die Dorfjugend klärt sich untereinander selbst auf, dazu braucht sie keine heimlichen Ansprachen. Sie nimmt sich die Natur zum Vorbild, und deshalb bleibt ihr Liebes- und Geschlechtsleben im allgemeinen frei von Entartung. Im übrigen genießt sie den Vorteil der frischen Luft, die das Dumme aus den Gehirnen bläst." (D.Felder, 1951)

 

 

 

 

 

"Liebe und Ehe - Eine aktuelle Zeitschrift für Mann und Frau"

"Verkauf an Jugendliche verboten" - Eine Zeitschrift mit dem Titel "Liebe und Ehe" bedarf eines Vorwortes, um Mißverständnisse auszuschalten. - Unsere Zeitschrift wendet sich nicht an die Neugier Halbwüchsiger. Sie wendet sich an jene Menschen aller Schichten, die aus allgemeinen oder persönlichen Gründen an den vielfältigen Problemen der Liebe und Ehe interessiert sind." - Themen der ersten Ausgabe sind z.B.: "Unsere Frauen ändern sich" / "Leserumfrage: Was halten Sie vom Frauenüberschuss?" / "Fortpflanzung auf künstlichem Wege" / "Die Gonorrhoe" / "§218 und ein Weg der Hilfe" / "Sexualhormone - Hilfe und Verhängnis" / "Vermehren sich Menschen zu schnell?" / "Vereinsamung ist das tödliche Gift unserer Zeit" (1949)

 

 

 

 

"Ein Buch für Braut- und Eheleute"

 "So müssen die vom Mann ausgehenden Reize stark genug sein, um bei der Frau die erotische Erregung hervorzurufen. Wenn wir von Stärke sprechen, so ist damit nicht etwa Kraftanstrengung gemeint. Im Gegenteil - die zärtlichsten Berührungen sind immer die stärksten. Jede Frau braucht ein mehr oder weniger langes zärtliches, aber zugleich auch intensives Vorspiel. Leider scheint das nicht allgemein bekannt zu sein:" Das es das zu Anfang der 50er Jahre in der Tat nicht ist und wie modern der Beate-Uhse-Katalog vielfach daherkommt, belegt ein Beispiel aus einem etwa zur selben Zeit erschienenen "wissenschaftlichen Ratgeber": "Der Zungenkuss stellt aufgrund seiner starken Reizwirkung auch gleichzeitig ein gewisses Barometer für die Willigkeit einer Frau zum Verkehr dar. Wenn sie nämlich stark auf ihn reagiert, dann weiß der Mann, dass er sich seiner Frau in Liebe nähern darf, ohne dass darüber Worte verloren werden müssten." ( "Das Intimste der Liebe und Erotik", Dr. Rolf Rother, 1951)

 

 

 

 

 

"das männerbrevier"

 

"Störungen, Pflege und Erhaltung der Manneskraft" - Aus dem Inhalt: "II.Teil - Die Impotenz - Impotenz durch Körperfehler - Angst und Impotenz - Die Impotenz der Nervösen - Der alternde Mann - Der Spätheimkehrer" - "Verlag für Sexualliteratur Schmiden bei Stuttgart" (1952)

 


 

                    

"Was jede Frau wissen muß" (1939)

 

"Was jede Frau wissen muß" (1947)

In den unmittelbaren Nachkriegsjahren mussten die an Liebe / Ehe / Aufklärung / Sexualität interessierten  Bundesbürger mangels Neuerscheinungen noch überwiegend auf Ratgeber und Aufklärungsbücher der Vorkriegszeit zurückgreifen. Zwar bemühten sich die Verlage, die Neuauflagen zu überarbeiten und von krudem menschenverachtendem nationalsozialistischen Gedankengut zu befreien, doch gelang dies bisweilen nur unvollkommen. So findet sich in der Erstausgabe von "Was jede Frau wissen muß" aus dem jahr 1939 im Kapitel "Vererbung der Eigenschaften" noch die in der Ausgabe von 1947 weggelassene Passage: "Sicher ist auch, daß die Nachkommen von Eltern, die verschiedener Rasse sind, sogenannte Bastarde, im allgemeinen minderwertig sind." - Nicht weggelassen wurde aber beispielsweise : "Aus dem Gesagten geht klar hervor, daß die beiden Ehegatten selbst gesund sein und aus gesunder Familie stammen müssen. Hier sei auf die allbekannte Tatsache hingewiesen, daß die Nachkommen von Trinkern, von Geisteskranken besonders gefärdet sind. Immer wieder weisen die Urteile von Sachverständigen darauf hin, daß der Rechtsbrecher erblich belastet sei, daß seine Eltern mit geistiger oder moralischer Minderwertigkeit (Trunksucht / Geisteskrankheit) behaftet waren."

 


          
Dr.med. E. Chesser - "Liebe ohne Furcht" - "Psychologie und Technik des Liebeslebens"   "Lizenzdruck 1950 by Wadi-Verlagsbuchhandlung", im Innenteil von einem Zeitgenossenen ausführlich kommentiert. Mehr bei Gelegenheit.

 


                
"Das gewisse Etwas" - "Über die intimen Dinge" (1959)   "Lieben - aber wie?" -  "Das Liebes- Lehr- und Lesebuch für schwache Stunden"

 

                                  

"Die Steigerung der Lust in der Ehe" (1959)

 

"98 Lektionen der Liebe" - ""Enthüllungen" für SIE und IHN" (1958)

 

"Lieben ohne Reue" - " Lust und Leid der Liebe", 10.Auflage o.J., Copyright 1957


 

 

"Hohe Schule der Liebe und Ehe"

"Ein Mann richtet sich sein Leben nach eigenem Dafürhalten ein, ist gewohnt, etwaige Wünsche sich auch selber zu erfüllen. Wenn er einen Wunsch hat, spricht er ihn zumeist offen seiner Frau gegenüber aus. Er sagt auch unumwunden, wenn er sich in seinen Wünschen von seiner Frau behindert sieht. Auf jeden Fall spricht er klar und deutlich über diese Dinge und versteht es dementsprechend selten, dass er bei seiner Frau die Wünsche erraten muss. - Merkwürdig an den Wünschen einer Frau ist, dass sie oft gar keine bestimmte Vorstellung hat, worin eigentlich ihre größten Wünsche bestehen." (1954)

 

   

 

                                                                      "Liebe ohne Furcht"

"Es muss hier betont werden, dass die wirklichen Reichtümer im Heim liegen. Tausende von Menschen, die andere Dinge über das Familienleben gestellt haben, haben ihre Kurzsichtigkeit in späteren Jahren bedauert. Es gibt heute viele, die sich wünschen, dass sie vor zehn oder fünfzehn Jahren dem Kinderwagen vor dem Auto und dem Baby vor der Unterhaltung und dem Vergnügen den Vorzug gegeben hätten." (Chesser, "Liebe ohne Furcht - Eine offene Einführung in das vollkommene Liebesleben, Neuauflage1962, erstmalig erschienen 1950)

 

 

 

 

"Wovon eine Frau sonst nicht spricht"

Themen dieses 1950 erschienenen Büchleins sind z.B.: "Gesundes Liebesleben vor und in der Ehe / Intime Kosmetik, ihre Auswirkungen auf Partner, Schwangerschaft und Wechseljahre / Die Erlangung und Erhaltung einer formvollendeten Büste" - Aus dem Inhalt: "Die Hauptschuld an einem Fehltritt des Mannes trägt häufig die Frau, die es nicht verstand, den Gatten an sich zu fesseln. Denn sie darf niemals vergessen: auch sie besitzt die gleichen lockenden Reize wie jede andere Frau, ist vielleicht viel hübscher und ansprechender als die billigen Mädchen oder die Abonnements-Schönheiten. Sie versteht nur nicht, den Mann immer wieder aufs Neue zu fesseln. Sie muß nicht nur auf seine wirtschaftlichen Sorgen eingehen, sondern muß ihm vor allem in seiner Sehnsucht nach Anlehnung entgegenkommen, ohne befürchten zu müssen, daß sie sich dadurch etwas vergibt."

 

 

 

"Wovon ein Mann sonst nicht spricht"...

...hat zu Anfang der 50er Jahre scheinbar kaum jemand interessiert, da ein auf einem Umschlagklappentext des "Planet Verlag Braunschweig" angekündigtes Buch dieses Titels in keiner Bibliothek / keinem Verzeichnis zu finden und daher vermutlich niemals erschienen ist. Damalige (1951) Beschreibung des Werkes von "D. Felder": "In diesem, seinem neuesten Buch beleuchtet erstmalig ein Mann die innere Einstellung zum ewig Weiblichen und beantwortet mit großer Offenheit die heikelsten Fragen, z.B. Frauen, die man nicht heiraten soll, Ehebruch, Eifersucht und vieles andere mehr."

 

 

 

 

"Ich liebe und heirate"

"Mann und Frau dürfen sich in der Ehe nicht gleichmachen wollen. Selbst eine Liebesehe wird in ihrem tatsächlcihen Verlauf von Mann und Frau ganz verschieden erlebt. Wenn sich die Frau verheiratet, dann hat sie erst einmal das Gefühl, ein Lebensziel erreicht und sich bewährt zu haben. Sie besitzt von da an nicht mehr die Unsicherheit des jungen Mädchens und schon gar nicht die Verstörtheit der alten Jungfer, die das Eheleben mit dem Mann nicht kennt. (...) Der Mann ist ebenfalls auf die Ehe angewiesen, aber in seinem Berufs- und Lebenskampf, der sich meistens außerhalb der Familie abspielt, kommt ihm das nicht so zum Bewußtsein. Die Ehe umfasst längst nicht so sehr sein ganzes Leben und Wesen, wie das bei der Frau der Fall ist. (...) Es kommt stets der Augenblick, wo der erste große Rausch verflogen ist und vielleicht ein anspruchsloses Leben geführt werden muß. Bisweilen ist die Frau von Hause her verwöhnt, ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit sind nicht die stärksten." (1953)

 

 


"Unter vier Augen", Werbeblatt (1950)

 

 

 

"Unter vier Augen - Die hohe Schule der Gattenliebe"

 

"In diesem Werk werden zum ersten Mal die heikelsten Dinge ohne jede Prüderie nach modernsten medizinischen Erkenntnissen geschildert."(1949, nebenstehend die "15., verbesserte Auflage", wohl 1952)

 

 

 

 

 

 

 

"Geheimnis unter sechs Augen"

"Aufzeichnungen für Verlobte und Verheiratete" - Ein katholischer Geistlicher berichtet über Paare, die seinen "Brautunterricht" besucht haben. "Es ist hier kein moderner Priesterroman entstanden, wiewohl ein Priester die Hauptgestalt bildet." - Ein aus heutiger Sicht unfreiwillig komisch, mitunter haarsträubend und nicht selten schwer erträglich zu lesendes Zeitdokument über die Moralvorstellungen der katholischen Kirche in den frühen 50er Jahren. Allein die Überschriften inklusive kurzer Beschreibung der vorstellig gewordenen Heiratswilligen sprechen Bände: "Der Bräutigam kam aus dem Orient - Es erschienen: Lore St.. 23 Jahre alt, Stenotypistin, von hier. - Achmed Ali Ch., 25 Jahre alt, aus Persien, Student. - "Der Perser war bereits zu Beginn des Jahres bei mir (...) ...er beherrschte damals das Deutsche noch nicht so fließend wie heute. (...) "Die Liebe ist auch hier die beste Lehrmeisterin. Mit seinem frischen, wenig belasteten Verstand lernte er die fremde Sprache rascher. als ein Europäer im ähnlichen Fall tun würde." (...) "Sie wissen, Herr Pfarrer, ich bin erzogen worden im Glauben Mohammeds. Im Januar ich wollte nicht geben auf den Islam, weil sie nicht halten den Propheten für erleuchtet. Heute ich werde glauben alles, was glaubt Lore, die ich werde heiraten nach europäischem Ritus." // "Der Herr Generaldirektor und seine Sekretärin - Es erschienen: Renate L., 27 Jahre alt, Sekretärin, von hier. - Hubert Z., 39 Jahre alt, von hier." // "Das späte Brautpaar - Es erschienen: Frau Henriette G., 36 Jahre alt, Hausfrau von hier, Witwe. - Herr Erich K., 40 Jahre alt, Schlosser, Witwer, aus der Nachbarstadt. - "Die Schwierigkeit liegt bei Ihnen darin, dass aus beiden verflossenen Ehen Kinder da sind. (...) Beide versichern, daß sie sich in ihrem Witwenstand ehrbar hielten und von der Frau weiß ich es bestimmt, sie steht in bestem Ruf. (...) Aber da ist ein wunder Punkt, die Frau des Schlossermeisters, die vor einigen Jahren einem Unfall erlag, nachdem sie ihn und die Kinder böswillig im Stich gelassen und mit einem anderen durchgegangen war, hat ein schlimmes Erbe hinterlassen. (...) ...bei dem ältesten Jungen machen sich jetzt schon Schwierigkeiten bemerkbar. Er lügt, ist nicht ehrlich... ."" // "Das ideale Brautpaar - Es erschienen: Hildegard C., 22 Jahre alt, Kinderhortnerin, von hier. - Michael R., 26 Jahre alt, Junglehrer aus der Ostzone." // usw.usf. (1953)

 


 

 

"Das grosse 1x1 des Liebens -

Eine Liebesschule für Verliebte - Verlobte - Verheiratete"

"Die hohe Kunst des Liebens, der diese Arbeit gewidmet wurde, ist in erster Linie eine Kunst des Mannes. In der intimen Sphäre des vertrauten Zusammenseins fällt ihm die Führerrolle zu." (1950)

 

 

 


"Liebe ohne Furcht - Eine offene Einführung in das vollkommene Liebesleben" (Auflage 1961): "Nichts ist unwichtig in der Hochzeitsnacht (...) Wir müssen uns vergegenwärtigen, dass mit nur geringen Ausnahmen die Frauen instinktiv der sexuellen Vereinigung widerstehen. Dieser Widerstand entspringt nicht allein der Angst vor einer eventuellen Defloration, obwohl auch dies vielleicht eine Rolle spielt. Viel tiefer liegt eine seelische Abneigung gegen den Geschlechtsverkehr, die zum Teil der Angst, etwas Wertvolles, bis jetzt Wohlgehütetes zu verlieren, entstammt. Aber in der Regel ist auch ein tiefwurzelndes Schamgefühl damit verbunden (...) Zum Beispiel die Braut, die gerne Küsse gegeben und empfangen hat und ihren Körper bereitwillig und freudig den entdeckenden Händen des Mannes dargeboten hat, kann bei dem Gedanken, sich dem Manne nackt zu zeigen, einen Schrecken erleben." 


 

 

 

"Liebe Lust u. Laster"

"Das Verlangen der Frau, sich in einer Ehe gesichert zu sehen, entspricht (...) dem fraulichen Wesen. Es hängt damit zusammen, daß ihr erotischer Wert früher und dann mehr sinkt als bei einem alternden Manne. Sie muß aber nach Sicherheit vor allem als potentielle Mutter für ihre Kinder streben." (1958)

 

 


       
    Dr. med. Roland Holm: "Mach mich glücklich" - "304 SEITEN - REICH ILLUSTRIERT"  - "Ein Aufklärungswerk, das nicht enttäuscht - Intime Fragen und Antworten, über die man sonst nicht spricht" (1959)    

 



 

Maske herunter!

"Wenn man als Priester und Seelsorger die moderne Aufklärungsliteratur überblickt, dann gewinnt man den Eindruck: Viel, allzu viel wäre besser nicht geschrieben und gedruckt worden (...) Diese vorliegende Schrift nun, der "Wegweiser"  stammt von einem Geistlichen, der seit Jahrzehnten in mehreren Landgemeinden wertvollste Erfahrung gesammelt hat und diese (...) der Jugend zur Verfügung stellen möchte", z.B. zum Thema Onanie:

"Und dann passiert häufig das Unglück, dass ein Junge in eine recht sinnlose Betätigung seiner Geschlechtskraft hineingerät, in die sogenannte Selbstbefriedigung (...) Wenn der Mensch ein Tier wäre,das keine Seele hat, dann wäre vielleicht gegen die Selbstbefriedigung nicht so viel zu sagen" (...) Aber ein "Junge empfindet dieses Tun jedesmal als eine Niederlage, als ein Zerbrechen seines inneren Wertes; er weiß, ein wirklich wertvoller Mensch tut sowas nicht (...) Bei vielen Ehescheidungen wird man sagen müssen: die letzte Ursache dieser Katastrophe liegt weit zurück; sie begann schon damals, als der Mann in seiner Jugend durch die lange Gewohnheit der Selbstbefriedigung die Entwicklung seines Charakters auf die schiefe Bahn brachte." - Aus: "Maske herunter! Ein Wegweiser zu Reinheit und Liebe für die männliche Jugend!", "die kirchliche Druckerlaubnis erteilte das Bischöfliche Generalvikariat Eichstätt" im Jahr 1955.

 

 


 

 

 

"Wie sag ich's meinem Kinde?"

Aufklärung im Jahre 1952: "Die jungen geschlechtsreifen Mädchen hatten früher immerhin in der Gefahr einer vorehelichen Schwangerschaft eine äußere Hemmschwelle, die sie sehr beeindruckte. Aber heute, wo wir eine hochentwickelte Verhütungstechnik haben und namentlich die natürlichen Methoden der Empfängnisverhütung in weitere Bevölkerungskreise eindringen, wird auch das junge Mädchen immer mehr von der Welle des "Sich-Austobens" ergriffen. Wenn wenigstens dabei Erfahrungen gesammelt würden, dass das Mädchen auf ihre spätere Frauenrolle vorbereitet würde. Aber nichts davon ist der Fall. (...) Wie sollte das auch möglich sein, da sie erstens, gleich den Burschen, die Abwechslung forciert und zweitens die erniedrigende Vorstellung, dem Manne nicht soviel wert zu sein, dass sie geheiratet wird, aus ihrem Unterbewusstsein nicht verdrängen kann. Es frisst wie ein Wurm in ihr, dass sie eine unwürdige Rolle einnimmt und dieses selbstzerstörerische Besinnen bringt es mit sich, dass viele Frauen nie zu einem richtigen Sexualerlebnis kommen und zeitlebens als Frigide, Geschlechtskalte, herumlaufen müssen."

 

 

 

 

 

 "Unzucht zerstört"

"Du weißt von jungen Menschen rings um Dich, die Wüste geworden sind im Brand der Unzucht, der Gier, der Wollust. (...) Und endlich spürst Du ganz deutlich, daß auch in Dir selbst die Steppe zunimmt, die Bakterien der allgemeinen Pest zu wirken beginnen. - Was gedenkst Du zu tun? Flucht vor der Wirklichkeit in den Rausch der Kinos, der Schnapsgläser, des sexuellen Austobens? Wisse: Auf jeden Rausch folgt ein bitteres Erwachen. - Was dann? Heulen mit den Wölfen? Kleiner Kompromiß mit der Pest? Wisse: Eines Tages werden sie Dich zerreissen. Bald wird sie Dich selbst zersetzten."

"Unzucht behindert. Hält auf. Zerbricht. Nimmt alle Freude. Zucht und Maß aber räumt Hindernisse weg. Überleg Dir das rechtzeitig. Bevor es zu spät ist." - aus: Bildhefte der Jugend 4, um 1950

 

 


 

                        
 "Junge oder Mädel" - "Planvolle Zeugung" - "Geschlechtsbestimmung für Mensch und Tier" - "Der natürliche Weg, nach Wunsch Knaben oder Mädchen zu zeugen" (1951)  

"Liebestechnik" - "erschienen 1954 im Verlag für Sexualliteratur Stuttgart" - "Vom Kinderfluch zum Kindersegen" -  ""Dieses Handbuch gibt jedem halbwegs intelligenten Menschen die sichere Möglichkeit, sein Leben frei und mit Bewußtsein zu gestalten. Nicht mehr die drohende Peitsche einer unerwünschten Schwangerschaft schwebt über dem sexuellen Verlangen."

 


 

 

"Hedi, was tust Du?"

"Jugendlicher Drang nach abenteuerlichen Erlebnissen und verstehender Freundschaft führt Hedi, eine junge Kunstgewerbeschülerin, an den Abgrund der Verführung." - ""Eines Tages werden Sie bestimmt um Ihr kostbarstes Gut betrogen sein, wenn Sie nicht auf jedes Beisammensein mit dem jungen Mann verzichten." "Es ist schön, geliebt und umsorgt zu werden", sagt Hedi und blickt in ihren Schoß. "Was Sie erfahren haben, ist keine Liebe. Liebe raubt nichts; sie gibt! Liebe schädigt das geliebte Wesen nicht, sondern beschützt es. Liebe bewacht den ihr anvertrauten Schatz; sie stiehlt ihn nicht." "Glauben Sie, daß Joachim sich mir gegenüber anders benehmen würde, wenn er vor hätte, mich zu heiraten?" "Bestimmt! Ein Mann aus guter Familie wird darauf bedacht sein, daß jenes Mädchen, dem er einmal seinen Namen geben wird, auch seine Ehre nach außen behält."" - Mädchenroman (1957)

 

 

 

 

 


Während für die Kinder der 50er Jahre die Babys noch überwiegend vom "Klapperstorch" gebracht wurden (sofern die Eltern dieses Thema überhaupt ansprachen oder sie nicht bereits "auf der Straße" aufgeklärt wurden), konnte zu Beginn der 70er Jahre zumindest der Nachwuchs fortschrittlich denkender Eltern auf ein "Lernspiel" der Zeitschrift Eltern zurückgreifen. - Auszüge aus dem "Elternspickzettel": "Sagen Sie bitte jedesmal, wenn Sie eine Karte hochnehmen, dazu, was auf der Karte zu sehen ist. Also etwa: "Hier ist das Schloß...hier ist der Schlüssel." - "Hier ist der Mann...hier ist die Frau." (...) In diesem Aufklärungsdomino gibt es einige Karten, die Sie sich vorher genau ansehen sollten. (...) Die Karten 11a und 11b zeigen eine Schnittzeichnung von einem Koitus. Die anderen Extrakarten sind sehr detaillierte Fotos von einer völlig unblutigen Geburt. Sie selbst müssen entscheiden, ob Sie diese Fotos Ihren Kindern zeigen wollen. Wir haben Ihnen die Wahl gelassen."

                                
Glanzbild / Oblate / Liebesmarke der 50er Jahre     Schmidt Spiel + Freizeit GMBH Nr. 611 1900

 



Aphrodisiakum der 50er Jahre: "Zuerst hatte sie sehr schlechte Laune...dann hatte er eine gute Idee...Und bald schon kam man sich viel näher!" Die auf diesem Werbeblatt im folgenden angepriesene "gute Idee" bestand schlicht und einfach darin, Sie auf diskrete Weise abzufüllen, etwa mit "einer besonderen Mixtur in Form eines Cocktails" namens "Bacchus träumt" oder der "Amoretta-Super-Excellent-Schokoladewaffel". - "Wenn Sie bisher nach einer "wunderbar sitzenden, völlig unschädlichen rosaroten Brille" für Ihre Gäste suchten, dann dürften Sie heute durch diesen kleinen Prospekt den richtigen "Optiker" gefunden haben..."


  

Intim - "Der interessante Katalog für Eheleute

 

 

 

"Hygiene des Sexuallebens"

"Wer das Stichwortverzeichnis des allumfassenden Buchinhaltes liest, erkennt sofort, daß in diesem Buch wirklich nichts verschwiegen wird und daß er darin alles findet, was er je suchen könnte. Ob es sich um die Liebes-Stellungen handelt oder um den Vaterschaftsnachweis, die Empfängnisverhütung oder die Abtreibung, die Impotenz oder die Sexualität Minderjähriger, er wird alles darin verständlich und ausführlich behandelt finden."

 

 

 

 


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