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 Altes Spielzeug der 30er, 40er, 50er, 60er und 70er Jahre


 

 

1953 erschienen Enid Blytons "5 Freunde"-Bücher erstmals in deutscher Übersetzung und begeistern seitdem auch hierzulande Kinder, Jugendliche und nicht zuletzt auch Erwachsene.  Mir persönlich gefällt dabei ganz besonders die Einbandgestaltung der allerersten (meines Wissens der ersten fünf) Bände (oben). Wesentlich weiter verbreitet und daher bekannter dürften die modernisierten Cover sein, die unten zu sehen sind. Alle Titelbilder gibt es HIER zu sehen.

 

 


Beim "Schnippeln" (oder auch "Schnibbeln"), einem beliebten Schulhofspiel nicht nur der 50er Jahre, wurden kleine Karten mit den unterschiedlichsten Bildmotiven in Richtung einer Wand geworfen. Das Kind, dessen Flugobjekt der Wand am nächsten kam, war Sieger und durfte die Karten der unterlegenen Mitspieler behalten. Dass die geworfenen Bilder bei diesem Spiel irgendwann unansehnlich wurden, liegt in der Natur der Sache. Abhilfe versprach das Spiel "Wir schnippeln":  ""Wir schnippeln" jetzt mit diesen Karten, dann bleiben unsere Bilder neuwertig!!!!"

 

Sammelkarten / "Tütenbilder"/ "Schnippelkarten" der Firma Heinerle. Ergänzend waren "Plastik-Einsteckalben mit Ringmechanik und Klarsichttaschen" zu erwerben.

 


 

Wenn Besuche meiner in einer anderen Stadt wohnenden "anderen Oma"  (die ich irgendwann "andere" Oma zu nennen begonnen hatte, um sie von der bei uns im Haus mitwohnenden Oma zu unterscheiden) bevorstanden, freute ich mich immer schon lange im Voraus - nicht zuletzt, weil sie in der Regel tolle Geschenke mitbrachte. Ich erinnere mich noch genau, dass beim Auspacken von "Wer springt am besten?" leise Enttäuschung aufkam.- Sah irgendwie nicht sonderlich spannend aus... Erst nach einiger Zeit nahm ich es, wohl aus kindlicher Langeweile, wieder in die Hand und war unvermutet sehr schnell von diesem simplen Spiel gefesselt. Immer wieder versuchte ich, die Stecker derart zu überspringen, dass am Ende nur noch einer übrigblieb. Als ich es nach etlichen Tagen zum ersten Mal geschaftt hatte, war ich natürlich "stolz wie Oskar" und ärgerte mich umso mehr, dass es mir kein zweites Mal gelingen wollte. Irgendwann hatte ich dann den Bogen raus und mir eine der diversen Lösungsmöglichkeiten gemerkt. Als ich im Familien- und Freundeskreis genug damit angegeben hatte und bald wirklich niemand mehr sehen wollte, wie gut ich das konnte, wurde das Spiel dann auch sehr schnell wieder uninteressant...

 


 

In der heutigen Zeit würden solche Puppenköpfe sicherlich maschinell gefertigt und glichen sich wie ein Ei dem anderen. Die hier zu sehenden Brustblattköpfe aus Papiermaché hingegen wurden von Hand bemalt und es fasziniert mich immer wieder aufs Neue, durch welch kleine Abweichungen derart unterschiedliche Gesichtsausdrücke entstehen können. SCHÖN!

 


 

Große Sammlung von Oblaten / Glanzbildern, die ein Kind über mehrere Jahre hinweg gesammelt und thematisch (z.B. Blumen, Märchen, Tiere, Weihnachten) geordnet hat.

 

 

 

                  
     

 


 

Sehr habe ich mich über die folgende E-Mail von Ursula gefreut: "Aus meiner Kindheit (ich bin Jahrgang 1963) besitzen wir noch eine aus Ausschneidebögen gebastelte Arche Noah, einen Zoo und eine Weihnachtskrippe. Wenn Sie Interesse haben die kleine Sammlung mit in Ihr Museum aufzunehmen, würde ich sie Ihnen gerne schicken. Vor 4 Jahren habe ich die Sachen aus dem Haus meiner Eltern übernommen und finde sie viel zu schön zum 'entsorgen'. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Figuren in Ihrem Museum weiterleben könnten!" - Da musste ich natürlich nicht zweimal überlegen und hier sind sie nun: Jede Menge sorgfältig ausgeschnittende und zusammengeklebte Tiere und Menschen. Die Giraffen in der Arche Noah sind übrigens ca. 22cm hoch. - Ganz herzlichen Dank dafür!

 

Die Bastelbögen erschienen im Verlag Ernst Kaufmann in Lahr / Schwarzwald. Das Krokodil, der Löwe und die Pinguine sind meine Lieblingstiere aus dem umfangreichen Zoo-Fundus.

 

 

 

Nochmal Ursula: "Wir hatten das Glück, dass unsere Eltern viel mit uns gebastelt haben. Gespielt haben wir damit wohl weniger, sonst wären die Figuren nicht mehr in so gutem Zustand. Die Weihnachtskrippe wurde viele Jahre im Advent aufgestellt. Bastelbögen in dieser Art waren immer ein ganz besonderes Geschenk."

 

 

 


"Astromantisches Schicksals-Spiel" (Astromantik: Wahrsagen aus den Sternen). Mit Hilfe von Textkarten aus den Gebieten "Planeten, Tierkreiszeichen, Lebensgebiete und Schicksalsrichtungen" lassen sich im "Orakelspiel" beispielsweise Fragen zu "Gegenwart", "allgemeiner Zukunft" oder "Liebe" "beantworten". Ein Fragenbereich dieses 1947 erschienen Spiels beschäftigt sich mit dem Schicksal von "Gefangenen und Vermißten". Zu letztgenanntem Thema findet sich im Begleitheft die "Anmerkung: Zuerst stelle man unter allen Umständen fest, ob es ratsam ist, Auskunft zu suchen." - "Alle Rechte vorbehalten für Dr. I. Egenolf, Göppingen" - "Mit Genehmigung der Militärregierung Göppingen vom 16.1.47"

 


 

Springseil

 


 

"Spar-Uhr" - "Groschen rein Zeiger lauf, erst beim Taler spring ich auf." - Mehr Spardosen HIER

 


 

"Fabrik von Maggis Nahrungsmitteln Kempttal Kt. Zürich": "Maggi-Fliegerspiel", wohl 30er Jahre - Per Flugzeug bringt ein Vertreter der Firma Maggi-Prudukte nach Europa, Asien und Afrika.

"Start - Hier, in der Fabrik Maggi im Kempttal, werden als Proviant Maggi's Suppen, Bouillonwürfel, Würze und Mehle aufgenommen und dafür 5 Marken bezahlt."

 

Spielfiguren und Würfel zum selber machen: "Beilage zum Maggi-Fliegerspiel"

 

                           
"Überreicht dem Dalai-Lama eine Flasche Maggi-Würze und wird dafür mit hohen Ehren und 1 Marke aus der Kasse überschüttet."
  "Afghanistan! Hält einen Vortrag über Maggi's Produkte. Wird vom Frauen-Verein Kabul" (!) "zum König ausgerufen, zieht es aber vor, sogleich 2 Stationen weiter zu fliegen."
 

"Kocht den Negern eine Maggi-Suppe u. erthält dafür 1 Nasenring (1 Marke) geschenkt."

 


 

Nett anzuschauende, ungefähr 11cm hohe Tiere aus Hartplastik, die oben jeweils ca. 15mm große Öffnungen aufweisen, deren Bedeutung mir nicht bekannt ist. Vielleicht handelt es sich um Behälter für Schaumbad oder ähnliches, die anschließend als Zahnbürstenhalter genutzt werden konnten? Weiß jemand näheres? - Vielen Dank an Melanie, die mir schrieb, dass ihr Mann (Jahrgang 1974) sich sicher ist, dass es sich um Halterungen für Räucherstäbchen handelt. - Weitere Vorschläge?  KONTAKT

 


Streichholzschachtelgroße Spielzeugpackung "Made in Japan" mit zwei recht skurrilen (oder erscheinen sie mir aus meiner westeuropäischen Sichtweise heraus nur so?) Püppchen/Spielfiguren oder was auch immer...Wer hat so etwas auf den Markt gebracht  - und warum? Und wer hat so etwas gekauft - und warum?

 



Was "Paperdolls" für Mädchen waren solche Ausschneidebögen / Bastelbögen für Jungen. Und natürlich nicht mit Puppen zum Ausschneiden, sondern mit Tankstelle und Autos. Unten zu sehen übrigens die "Verkehrskanzel" am Berliner Kurfürstendamm. Mehr über die Verkehrskanzel HIER

 

 

 


 

   
Ein Junge bastelt den "Wilhelmshavener-Modellbaubogen" "Fracht-Motorschiff Jason"*  

"Wilhelmshavener Modellbaubogen", Werbeaufsteller aus Pappe, Maße ca. 30 x 21 cm (wohl 1955)

 


 

"Was wird aus Waldemar - Ein Quartettspiel", Dr. Herbert Schulze Buch- und Kunstverlag Nachf. Leipzig"

 

Der Kraftfahrer - "1) Hei, wie so ein Auto flitzt, / und dann, wie fein der Führer sitzt! / Ach ja, es ist wohl sonnenklar: / das ist sowas für Waldemar. 2) Ein Kinderwagen Unterteil, / die Räder sind noch ziemlich heil, / und eine Kiste noch dazu, / so'n Auto baut man sich im Nu. 3) Damit das Fahrzeug sich bewegt, / wird noch der Boden ausgesägt, / da gucken dann die Beine vor, / das gibt den 2-PS-Motor. 4) Bald autelt nun der Waldemar, / der Wagen läuft ganz wunderbar. / Am Kreuzungspunkte, ganz zerschellt, / stört er Verkehr und Lauf der Welt."

 

Der Seiltänzer - "1) Auf dem Seile tanzt Blondini / nach der Weise von Rossini / Waldemar ist ganz begeistert, / wie der Mann die Strecke meistert. 2) Hier nützt Mutters Wäscheleine / für die schöne Kunst der Beine / Liegt das Seil zu ebner Erde, / läuft er ohne viel Beschwerde. 3) Doch spannt sich das Seil erst oben / wird es schwerer mit den Proben. / Trotz Balance-Besenstange - / wird ihm doch ein bißchen bange. 4) Sich als "Künstler" zu versuchen, / muß er wohl als Fehlschlag buchen, / denn das Tanzen auf dem Seile / lernt man nicht mit solcher Eile."

 


 

Sieht ganz so aus, als wäre hier auch der ein oder andere "Waldemar" (s.o.) dabei... (Privatfoto Sammlung Wirtschaftswundermuseum)

 


 

"Baby Television" der Firma Philipp Niedermeier (PN). Blechfernseher mit Spieluhr sowie Bildschirm mit Bewegungsillusion in einem sehr reizvoll gestalteten Geschenkkarton. Ganz herzlichen Dank dafür an Eva!

 


 

Technofix 309 - "International Airways" - Nachdem irgendwann das originale Flugzeug zerbröselt war, hab' ich ein altes von der Firma Siku draufgeklebt. - Zwar werden sich puristische Technofix-Sammler mit Grausen abwenden, ich selbst jedoch halte das nach wie vor für eine eindeutige Verbesserung;-) Mit dem Siku-Flugzeug hatte ich vorher lange gespielt - und zwar so intensiv, dass schließlich bei einer Notlandung das - eigenlich sehr stabil befestigte - Bugrad abgebrochen ist. Ich erinnere mich auch, dass ich minutenlang von vorne gegen die fragilen und erstaunlicherweise intakt gebliebenen Propeller gepustet habe, die so leichtgängig gelagert sind, dass sie sich dann allesamt drehten.

 

 

 


 

Eine Strickliesel, die "Susel" heißt und - weil sie so nett bemalt ist - hier auf der Spielzeugseite zu finden ist.


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